Mobile Payment – Telekom geht nächsten Schritt

Die Deutsche Telekom hat gestern in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, ab sofort mit dem Technologie- und Finanzdienstleister Wirecard AG zusammen an der Umsetzung ihrer Mobile Payment-Strategie zu arbeiten.

Im Rahmen dieser strategischen Zusammenarbeit realisiert Wirecard für die Telekom die technischen Prozesse für die Herausgabe der Telekom-MasterCard Bezahlkarte und unterstützt auch bei der Zahlungsabwicklung. „Mit Wirecard haben wir den besten Partner für das Karten-Management sowie die technische Abwicklung gefunden und haben den nächsten Schritt auf dem Weg zum Aufbau des Ökosystems rund um das mobile Bezahlen gemacht. Beim Spezialisten Wirecard liegt die technische Umsetzung von Zahlung im Internet, im stationären Handel und natürlich mit mobilen Endgeräten in kompetenten und erfahrenen Händen und wir können uns auf unser eigentliches Kerngeschäft konzentrieren“, erläutert Peter Vesco, Senior Vice President Business Unit Payment der Telekom.

Diese Zusammenarbeit stellt nicht nur die technische Basis für die Bezahlkarte dar, die Ende des Jahres in Deutschland auf den Markt kommen wird, sondern erstreckt sich auch auf den für 2013 geplanten Launch der mobilen Brieftasche der Telekom.

„Wir freuen uns, dass sich die Telekom für eine langfristige Zusammenarbeit mit uns entschieden hat. Als technischer Dienstleister sind wir ideal positioniert, um die notwendigen Prozesse wie Echtzeiterstellung von Karten, Zahlungsabwicklung und weitere Zusatzdienstleistungen für Mobile Payment bereitzustellen“, sagt Dr. Markus Braun, CEO bei der Wirecard AG und fährt fort: „Als innovativer Lösungsanbieter für die Telekommunikationsindustrie bieten wir eine hohe Dienstleistungstiefe für Mobile Payment Services – von klassischen und kontaktlosen Karten über Sticker auf NFC-Basis, bis hin zur Echtzeit-Provisionierung von virtuellen Karten in NFC-fähige Smartphones.“

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Near Field Communication (NFC) auf Android-Geräten nachrüsten

Smartphones und Tablets mit Android Betriebssystem und iPhones können voraussichtlich ab dem 2. Quartal mit NFC nachgerüstet werden.

Eine entsprechende Meldung veröffentlichte gestern das amerikanische Unternehmen Moneto in einer Pressemitteilung die bei Engadget nachgelesen werden kann. Laut dieser Meldung kann zukünftig (vorerst leider nur in den USA) eine microSD Karte bei Moneto gekauft werden, die NFC fähig ist. Diese lässt sich dann einfach als zusätzlicher Speicher in die meisten Android-Geräte einsetzen.

Das Bild zeigt das System des Unternehmens Moneto zum nachrüsten nicht NFC-fähiger Android-Geräte und iPhones

Zahlungsvorgänge können dann direkt über das Smartphone oder den Tablet mittels Near Field Communication an PayPass-Akzeptanzstellen durchgeführt werden. PayPass ist ein Tab-to-Pay-Dienst des Unternehmens Mastercard.

Der Vorteil dieses Systems, ist neben der Möglichkeit, auch nicht NFC-Geräte mit NFC ausstatten zu können, vor allem die Tatsache, dass bei Moneto eine App geladen werden muss um Zahlungsvorgänge aktivieren zu können. Diese sorgt, laut Moneto, dafür, dass NFC-Finanztransaktionen nur dann stattfinden können, wenn die App offen ist. Außerdem soll das System nur Zahlungsfreigaben nach PIN-Eingabe ermöglichen. Damit versucht das Unternehmen NFC-Kritikern, die eine Schwachstelle darin sehen, dass die NFC-Chips fernausgelesen werden könnten, entgegen zu kommen.

Für iPhones wird es wohl ein extra iPhone-Case geben, das mit einem NFC-Chip ausgestattet ist.

Bleibt abzuwarten, wie die Deutschen Banken mit diesem Thema umgehen und wann wir ähnliche Systeme auch hierzulande nutzen können.

Was ist mobile Couponing oder mCouponing?

Bestimmt kennen Sie die guten alten Rabattmarken oder Coupons, die man entweder aus Werbebeilagen, Zeitungen, etc. ausschneidet oder nach dem Bezahlen an der Kasse erhält. Diese erfreuen sich schon seit vielen Jahren enormer Beliebtheit und sind daher ein gern eingesetztes Instrument im Marketing-Mix.

Ein großes Problem bei den herkömmlichen auf Papier gedruckten Coupons ist allerdings, dass viele Konsumenten dazu neigen, diese zu Hause zu vergessen.

Ein Ansatz um dieses Vergessen zu vermeiden, ist der Einsatz von mobile Coupons oder kurz mCoupons. Hier werden die Coupons direkt auf das Smartphone übertragen, welches die meisten Konsumenten immer bei sich haben.Um die Coupons einzulösen, werden sie einfach an der Kasse vorgezeigt.

Um die mobile Coupons auf die Smartphones zu bekommen, gibt es verschiedene Coupon-Apps, wie zum Beispiel die des Kölner Start-Up Coupies. Hier kann man sich direkt unterwegs anzeigen lassen, welche Unternehmen im näheren Umkreis Coupons anbieten und diese dann gezielt ansteuern. Coupies zählt damit zu den Location Based Services, bei denen man sich über GPS lokalisieren lassen kann um Umgebungsinformationen zu erhalten.

Gerade für Filialisten ist das natürlich ein interessanter Weg um Laufkundschaft für das eigene Unternehmen zu gewinnen.

Bild eines mobile Coupons

Beispiel: Mobile Coupon

MasterCard und mFoundry – Gemeinsamer Schritt in Richtung MobilePayment

MasterCard verstärkt sein Engagement im Bereich des MobilePayment.

Wie mFoundry und MasterCard am Freitag in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten, wird es künftig eine Zusammenarbeit der beiden Unternehmen geben um das MobilePayment international zu stärken. Dazu soll die MasterCard PayPass-Technologie mit der mobilen Bezahlplattform von mFoundry verknüpft werden.

Was ist PayPass?

PayPass ist ein „tap to pay-“ System. Es geht also darum, dass man mit einem bestimmten Medium, wie der MasterCard mit integriertem PayPass, oder dem Smartphone lediglich durch Berührung bezahlen kann. Das System basiert auf dem Prinzip der Near Field Communication (NFC). Dadurch entfällt das „durchziehen“ der Kreditkarte am Lesegerät, was den gesamten Bezahlvorgang beschleunigen soll. MasterCard wirbt auf seiner deutschen Homepage damit, dass Beträge bis 25€ ohne Eingabe einer PIN und ohne Unterschrift beglichen werden. Hierin sehe ich persönlich zumindest ein gewisses Risiko im Einsatz des Systems.

Was macht mFoundry?

Das Unternehmen mFoundry ist auf mobile Bezahlsysteme spezialisiert. Ein sehr gutes Beispiel, das auch sehr gut aufzeigt wie Mobile Marketing nutzerfreundlich und zielorientiert eingesetzt werden kann, ist die Starbucks Card Mobile bei der mFoundry das Bezahlsystem integriert hat. Mit diesem System ist es möglich, mittels Kreditkarte sein Starbucks-Guthaben aufzuladen, Ladestände zu kontrollieren, seine Transaktionen einzusehen und direkt in der Filiale mit dem Handy zu bezahlen.

Worin liegt die Chance der Zusammenarbeit?

Wen man sich die beiden Geschäftsmodelle ansieht, ergibt sich aus meiner Sicht, für die Unternehmen aus der Kooperation die Chance, die PayPass-Funktion von der Kreditkarte auf ein Smartphone mit NFC-Unterstützung zu holen und damit ohne den Umweg zuvor ein Guthaben aufladen zu müssen direkt bezahlen zu können. Schön fände ich es, wenn man dabei die PIN-Eingabe am Display des Smartphones zur Voraussetzung machen würde, um das für mich vorhandene Risiko aufzuheben.

 

 

Was ist eigentlich NFC?

NFC (Near Field Communication) wird voraussichtlich eine der wichtigsten Technologien zur weiteren Entwicklung des Mobile Marketing sein. Durch NFC wird der Austausch von Informationen zwischen zwei Geräten, die sehr nahe aneinander gehalten werden, ermöglicht. Der maximale Abstand beträgt ca. 10cm womit das Ausspähen der übertragenen Inhalte verhindert werden soll.

Die von NXP Semiconductors und Sony entwickelte NFC-Technologie ist bereits seit dem Jahr 2002 im Markt und zum Beispiel von Zutrittskontrollen bekannt. Doch seit ein paar Monaten erfährt NFC eine wahre Renaissance.Grund dafür sind zahlreiche Anwendungen gerade im Bereich des Mobile Marketing die NFC für Unternehmen sehr interessant machen. Eine der wichtigsten Möglichkeiten wird hier sicherlich das Mobile Payment, also das bezahlen direkt über das Handy, sein. Außerdem können Mobile Marketing-Anwendungen für die Kunden wesentlich nutzerfreundlicher gestaltet werden.
Wie zdnet berichtet dürfte das auch der Grund sein, weshalb man davon ausgeht, dass bis zum Jahr 2016 mehr als 700 Millionen Smartphones ausgeliefert werden, die die NFC-Technologie unterstützen.

Aber auch für Werbekampagnen und im Bereich der SocialMedia-Integration liefert NFC spannende Ansätze.
Ein Beispiel zur Integration von NFC in eine Mobile Marketing-Anwendung habe ich in meinem Artikel Nutzerfreundlichkeit im Mobile Marketing beschrieben.

Beispielbild NFC-Technologie